• Agile Organization

Date

03. Mar 2022

avega als Organisation (Blogserie Teil 3 - Servant Leader)

In diesem Teil unserer Blogserie zum Thema Organisation@avega wollen wir über das Servant Leader Modell sprechen.

Auch wenn wir wachsen, ist und bleibt unsere Absicht keine Hierarchiestufen einzuführen und eine flache Organisationsstruktur beizubehalten. Das hat zur Konsequenz, dass wir keine hierarchisch strukturierte Teams und damit auch keine Teamleiter:innen haben. Trotzdem wollen wir, dass wir uns in unserer eigenen, persönlichen Weiterentwicklung gegenseitig unterstützen können. Dazu haben wir die Rolle des “Servant Leader” definiert.

Ein Servant Leader hat die Aufgabe, Mitarbeitende zu unterstützen und in der Weiterentwicklung zu challengen. Als Hilfsmittel dazu erstellt jede Mitarbeitende und jeder Mitarbeiter für sich individuelle Objectives & Key Results (OKRs) pro Jahr, um die Weiterentwicklung transparent zu machen und ihr einen gewissen Fokus zu geben. Mehr zu OKR’s folgt im nächsten Teil dieser Blogserie!

Die Servant Leader kümmern sich also um die Mitarbeitenden und besprechen mit ihnen regelmässig - im Normalfall monatlich - folgende Themen:

  • Zufriedenheit und aktuelle Stimmung: Als Input dazu haben wir die Resultate der monatlichen Mitarbeiterumfrage.

  • Überzeit und Ferien: Wir schauen darauf, dass sich möglichst wenig Überzeit ansammelt und die Ferien auch wirklich bezogen werden.

  • Weiterentwicklung und Weiterbildung: Auf welchen Themen möchten sich die Mitarbeitenden weiterentwickeln. Ziel dabei ist auch, dass das fix zur Verfügung stehende Geld- und Zeit-Budget für Weiterbildungen auch wirklich genutzt wird.

  • Festlegung der individuellen OKRs: Basierend auf der gewünschten Weiterentwicklung werden die individuellen OKRs erfasst.

  • Besprechen des Fortschrittes und Erreichungsgrad der Ziele, resp. Massnahmen definieren und Hilfestellung leisten

Die Gespräche zwischen Servant Leader und Mitarbeitenden sind Gespräche auf Augenhöhe, da die oder der Servant Leader eine Unterstützung und eine Art Dienstleistung für die Mitarbeitenden darstellen. Dies im Gegensatz zu einem “klassischen” Vorgesetzten-Gespräch.

Die Zuteilung der Servant Leaders haben wir kürzlich geändert. Als wir das Konzept eingeführt haben wurden zwei Servant Leader gewählt, welche ganz bewusst keine Partner von avega waren. Die Interessent:innen aus dem Team haben einen kurzen Vortrag vor dem Team gehalten und das Team hat dann entschieden, welche zwei Servant Leader sie haben wollten. Anschliessend wurden die Mitarbeitenden per Zufallsprinzip zugeteilt.

Nun haben wir dies aber angepasst, basierend auf einer Idee eines Mitarbeiters. Neu kann jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die Person wählen welche sie oder er gerne als Servant Leader hätte. Die vorgeschlagene Person kann dies annehmen oder ausschlagen, ohne dafür eine Begründung geben zu müssen. Auch ist es jederzeit möglich den oder die Servant Leader zu wechseln.

Die Erfahrungen mit dieser Art der Begleitung der einzelnen Personen sind sehr positiv und es fördert so auch die Eigenverantwortung der einzelnen Mitarbeitenden. Der oder die Servant Leader gibt nicht vor, was zu machen ist sondern hilft, regt an, inspiriert und hinterfragt. Die Proaktivität muss und soll aber von jeder und jedem Einzelnen kommen. Und daher sind wir sehr überzeugt, dass dieser Setup mehr hilft als eine klassische Personalführung mit Vorgesetzten.

Habt ihr andere Ansätze, die sich bei euch bewährt haben? Wir sind sehr an Inspiration und Austausch interessiert. Gerne könnt ihr euch bei mir per Email an daniel.aeschbacher@avega.ch melden.

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