Was gehört in den Video-Werkzeugkoffer?

In Zeiten von Home Office gewann digitale Bildübertragung an Bedeutung. Wir stellen dir zwei unserer Lieblingstools für den persönlichen Video-Werkzeugkoffer vor.

In Zeiten von Home-Office standest du bestimmt auch schon vor der Herausforderung, mit jemandem ausserhalb deiner Organisation den Bildschirm zu teilen. Möglicherweise hast du auch bereits Kolleg*innen gesehen mit ausgeklügelten Designs und Überblendungen in ihrem Webcam-Video.

Von den Live-Hintergründen, die die Anbieter der zahlreichen Videokonferenz-Plattformen anbieten, möchte ich an dieser Stelle absehen und stattdessen auf zwei Angebote aus der Open Source-Welt eingehen, die dir Video-Superkräfte verleihen können:

obs.ninja

Wenn es um peer-to-peer Video streaming geht, so bietet obs.ninja mannigfaltige Möglichkeiten. Während es auf die Verwendung mit OBS (siehe unten) ausgelegt ist, lassen sich damit ausgezeichnet unterschiedlichste Videoquellen via Link teilen. Hinzu kommt, dass keine Software lokal installiert, kein Account angelegt und keine Kreditkarte hinterlegt werden muss.

Kurz den Bildschirm teilen, um den Stand deines Projektes zu demonstrieren? Nichts leichter als das:

  1. obs.ninja aufrufen

  2. Screenshare auswählen

  3. Link verschicken

  4. Fertig

Das Tool basiert auf modernen Web-Technologien und schickt dein Videosignal direkt zur Gegenpartei. Dies vermeidet die Abhängigkeit von zentralen Servern, geht aber zu Lasten der Ressourcen der sendenden und der empfangenden Maschine. obs.ninja bietet verschiedenste Einstellungsmöglichkeiten für Video- und Audio-Streaming. Die erweiterten Einstellungen richten sich allerdings dann eher an diejenigen Anwender*innen, die sich ein klein wenig damit auseinandersetzen wollen.

OBS: Open Broadcaster Software

OBS ist ein kostenloses und quelloffenes Tool, das auf die Erstellung von Videoaufnahmen und Livestreams ausgelegt ist. Du kannst damit Szenen aus unterschiedlichen Video-, Bild- und Audio-Quellen komponieren, Filter darauf anwenden und schliesslich die Übergänge dazwischen definieren. Und da sich eine Webcam nicht sonderlich stark von einem Livestream unterscheidet, kannst du mit dem Plugin obs-virtualcam die Ausgabe aus OBS in eine virtuelle Webcam weiterleiten, die du schliesslich in Zoom, Google Meet, Microsoft Teams, usw. verwenden kannst.

OBS Szenenansicht

Und diejenigen, die sich wie in einer Video-Regie fühlen wollen, sind mit der Multiview gut beraten: Diese ist konfigurierbar und bietet einen tollen Überblick über das Programm, die Vorschau und weitere verfügbare Szenen oder Bildquellen.

OBS Multiview

Welches sind deine Geheimtipps?

Hast auch du im Home Office spezielle Tipps und Tricks gesammelt im Umgang mit Videoquellen? Teile sie doch mit uns im Thread auf LinkedIn oder Twitter. Wir freuen uns auf deine Kommentare!

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